Letzte Aktualisierung

21.10.2007

Tag 4
   
Kurztrip

"Geräusche unter'm Fenster"

24.07.2003

08:00
(Silvia)

„Tock, Tock, Tock… Schubber, Schubber, Schubber“
Was ist das denn für ein Geräusch? Gerade als ich mich noch mal rumdrehen will, höre ich seltsame Geräusche unter dem Schlafzimmerfenster. Weil Tamara sich gerade umdreht und damit so viel Krach macht, dass ich sonst nix mehr höre, mache ich sie auch auf das Geräusch aufmerksam. Ich gehe raus und versuche das mysteriöse Etwas zu knipsen, was mir dummerweise nicht gelingt.

Nach dem allmorgendlichen Frühstück mit Brot, Brötchen, Marmelade, Käse, Wurst, Milch, Honig und Tee, fahren wir los nach Järvsö in den Wildpark mit dem längsten Holzgehsteig Europas.

 

"Hilfe, da sind Geräusche unterm Fenster"

11:30

Dort finden wir endlich unsere heißersehnten Elche und Wölfe und Rentiere und Bären und noch ganz viele andere Tiere. Sogar Tamara, der Luchs, war im Käfig, die sich leider nicht gezeigt hat :( . Dort machen wir schöne Fotos für unsere Page und fahren wieder zurück.
Ein Zwischenstopp in Färila füllt unseren Tank und wir kaufen noch ein paar Lebensmittel ein.

 

Die Kinder beim Kuhknuddeln

Ein Babyelch

"Lecker, Kaffee und Kuchen in einem!"

"Spaghettiiii!"

"So, ganz vorsichtig zusammenrollen..."

"Komm mit, jetzt geht's zu den Wölfen!"

"Gleich fress ich Dich!"

Lass mich raus!

Hier lebt auch Tamara! (Rollover)

 

Rudolph, the red nosed Reindier

"Na dann guten Hunger!"

"Charly, guck Dir die zwei an!"

"Rauchen im Wald, tztztz..."

Wolftennis

"Immer diese Menschen!" (Rollover)

huhuuuu

"Ich seh Dich!" (Rollover)

So soll sie angeblich aussehen

17:00

Nach einem kleinen Imbiss aus Melone und Ü-Eiern, waschen wir noch ein paar T-Shirts und setzen uns hin, um das Tagebuch weiter zu schreiben. Währenddessen klingelt des öfteren Steffis Handy, bis sie es leid ist und ran geht, weil es ja was Wichtiges sein muss. „Hallo, OMA!! ... Ja mir geht es gut!! ... Auch das Wetter ist schön, aber der Anruf ist teuer… Ja wirklich… bis nächste Woche!“

"Nass genug ist es auf jeden Fall!"

 

"Na hoffentlich wird es wieder sauber."

19:30
(Tamara)

Heute wollen wir endlich mal Elch essen gehen *freu*. Also machen wir uns auf den Weg zum Vildmarkscenter (Restaurant) in Hamra ca. 15 km von Los entfernt. Schon richtig hungrig *grummel, auf meinen Magen schau*, stelle ich mir schon das leckere Essen vor. „Wie Elch wohl schmeckt?“ *überleg*.
„Wir sind in Hamra, guckt mal, ob ihr was seht!“ kommt von Silvia, die ins Dörfchen reinbraust. Ziemlich direkt sehen wir einen Wegweiser, aber da wir zu schnell waren, muss Silvia an der Informationsstation wenden. Wir fahren den kleinen Schotterweg und den Berg hoch und suchen nach dem Restaurant. An einem größeren Platz finden wir ein Gebäude, das dem Bild des Wegweisers entspricht. Wir hüpfen aus dem Auto und wundern uns, denn es sieht irgendwie verlassen und … unordentlich?! aus. Aber wir lassen uns ja so schnell nicht abschrecken und machen uns auf den Weg Richtung Eingang. Dort werden unsere schlimmsten Befürchtungen war… GESCHLOSSEN!. „Essen die Abends denn nix?“ kommt von Steffi. Wir überlegen und diskutieren, ob wir es wagen sollen uns um 20 Uhr noch auf den Weg zu einer weiter entfernten Ortschaft zu machen, um auf gut Glück ein anderes Restaurant zu finden.

 

"Hier kommt der Lebensmittelexpress!"

Erst einmal suchen wir komplett Hamra ab und wenden des öfteren mitten auf der nach schwedischer Art befahrenen Hauptstrasse (also gar nicht). In einem Garten steht eine für schwedische Verhältnisse ungewöhnlich junge Frau (40-50), die ihre Wäsche aufhängt und wir nutzen die Gelegenheit sie nach dem Weg zu fragen. Sie ist völlig verwirrt, weil sie kein Wort Englisch oder Deutsch spricht und schüttelt nur geschockt den Kopf (sind wir denn so schrecklich?).
Wir beschließen zuerst mal wieder zurück nach Los zu fahren, weil es auf dem Weg nach Färila liegt, der nächsten Ortschaft, in der wir ein Restaurant vermuten. Dort angekommen, sehen wir erneut Wegweiser nach Hamra in das Elchrestaurant. Wir wenden nocheinmal und stellen uns auf eine Einfahrt vor den Wegweiser, um eventuell genauere Informationen zu erfahren. Außer der Telefonnummer finden wir nichts. „Wer ruft an?“ frage ich ein wenig unsicher. Nach langem Zögern wähle ich für Silvia die Nummer und sie spricht nach einigem Warten ein paar Worte auf Englisch. „Can you tell me the Opening Times, please?“ fragt sie. Nach erneutem Lauschen fragt sie mich nach meiner Handynummer. Sie gibt sie durch… „when will you call back?“… „Oh, ok! … Do you know if every Restaurant here in Sweden is closed in the evening?”… “OK, you don’t need to call back. Thanks for your help! Bye!”. Jeder kann sich nun denken, was das Ergebnis war, kein Restaurant hat in Schweden abends geöffnet. Außerdem weiß der gute Mann nicht, wann sein eigenes Restaurant offen hat und müsste dafür seine Frau befragen, die dummerweise gerade nicht zu Hause ist und erst in den nächsten zwei Stunden zurück erwartet wird.
Nach diesem ernüchterndem Ergebnis unseres Telefonats, machen wir uns immer noch hungrig und enttäuscht auf den Weg zurück zur Hütte und ich bastele uns aus den vorhandenen Zutaten ein super Mahl, das aus Nudeln und Tomatensoße mit Champignons, Zwiebeln und Käse besteht. Hierzu gibt es wieder mal eine Flasche Wein.

21:30

Gesättigt packen wir nun die Karten aus und nach einer beinahe Prügelei einigen wir uns auf das Spiel „Bohnanza“.
Nach den spaßigen 45 Minuten labern wir noch ein bisschen rum. Beziehungsweise ich werde von Steffi und Silvia mit Einzelheiten aus GZSZ und Unter Uns gequält. Nach mehrmaligem Fragen, ob ich nun endlich ins Bett dürfe, haben sie gegen 0 Uhr ein Einsehen, weil sie selbst müde sind und ich gehe vollkommen fertig, verwirrt von den Namen und mit der Befürchtung von GZSZ zu träumen ins Bett und mummele mich in meinen Schlafsack ein.
Nach 5 Minuten rumpelt es draußen, geschockt wage ich es nicht mich zu bewegen und frage Silvia, ob sie das Geräusch auch gehört hat. Sie bestätigt meine Vermutung und wir tippen auf den Bären, der gerade die Mülltonnen durchwühlt. „Brummm…!!!“ kommt es von irgendwo her. Erst nachdem wir von oben ein Poltern hören, wird uns klar, dass Steffi oben in ihrem Schlafsack randaliert und fragen sie was sie da macht. „Ich habe ein Monster getötet! (Schnake)“ ruft sie stolz „und jetzt klebt es an meinem Buch.“
Beruhigt und glücklich, dass es nichts Gefährlicheres war, schlafe ich ein und lande im Land der Träume…

 

 

"Gnade!! Kein GZSZ mehr..."

Ägypten