Letzte Aktualisierung

21.10.2007

Tag 1
   
Kurztrip

"Schweden, wir kommen!"

21.07.2003

02:30
(Steffi)

*gähn* jetzt kann ich auch nicht mehr schlafen, also stehe ich direkt auf. Ich dusche, zieh mich an und gönne mir noch schnell den letzten deutschen Kaffee.

03:55

Und los geht’s!!

Zur gleichen Zeit in Niederkassel:

*in einem Kilometer Entfernung klingeln in Lülsdorf zwei Wecker*

04:00
(Tamara)

*gähn* Jippie, heut geht’s endlich los. Schnell hüpfe ich in meine Klamotten, nachdem ich mich erfolgreich gewaschen habe und frühstücke diesmal nicht, weil ich komischerweise um diese Zeit noch keinen Appetit verspüre. Aber wenigstens mach ich mir noch ein paar Brote, für das Frühstück in Hahn. Gleich müssten ja auch die anderen zwei angedüst kommen *aus dem Fenster schaut*…

04:00
(Silvia)

*mitgähn* So, schnell aufstehen, damit ich noch alles geschafft kriege, bevor Steffi kommt (die kommt ja eh immer zu früh). Felix will ja sogar noch raus, also renne ich nochmal schnell mit ihm um den Block, packe noch die Brote ein und fange an, mein armes, kleines Auto zu bepacken *ächz*. Kaum geschehen, düst auch schon Steffi auf die Auffahrt *hüpf weg* (welch ein Glück, dass sie Licht an hatte, wahrscheinlich um sich schon auf Schweden einzustellen).

04:45

*Tamaras Tür geht auf*
„Huhu, einmal Taxi nach Schweden!!“ rufe ich.

Wir packen auch noch Tamaras Taschen in mein bis dahin noch nicht ganz überfülltes Autochen, machen noch ein paar Fotos, hüpfen ins Auto und düsen los! :)

 

...und rein ins Auto

06:45

Wir lassen Steffi mit unserem Gepäck am Terminal zurück, um einen schön gelegenen, kostenlosen Parkplatz zu finden.
Das ist auch kein großes Problem. Vorsichtshalber knipsen wir allerdings trotzdem den Standplatz, um kein Risiko einzugehen, wer weiß, wie es hier in einer Woche aussieht.
Jetzt fehlt nur noch der Shuttlebus zum Terminal, der uns natürlich, vor der Nase wegfährt *grummel*.

Im Nachhinein, ist das aber besser so, weil ich sonst meinen Schlafsack vergessen hätte (der lag noch im Fußraum) *puh*. Glück muss der Mensch haben.

Nach gut 25 Minuten treffen wir wieder auf Steffi, die uns schon ungeduldig erwartet.
Gemeinsam checken wir ein und warten auf den Abflug.

 

wir warten auf den Bus...

10:30

Wir landen 30 Minuten früher als erwartet in Nykoping und haben auch keine Probleme, direkt an unser Gepäck zu kommen.

"Jetzt habe ich erst mal Durst!"

 

"Ich auch!" *AAhh*

Jetzt heißt es Geld abheben bzw. umtauschen und das Auto abholen.

Wir folgen den Schildern „car rental“ und werden an einen Container geleitet (ganz nach Art „Peter Lustig“). Nach einer langen Wartezeit (ca. 10 Minuten) sind wir endlich an der Reihe.
Hmmm… ob die Corsagröße für unser Gepäck ausreicht?! *grübel, hoff das es was Größeres wird*
Der nette Herr am Schalter füllt alle Unterlagen aus und Tamara muss 4-mal unterschreiben, damit wir das Auto auch wirklich bekommen. Ein Toyota Corolla… „war das nicht ein kleines Auto?“…
Auf dem Weg zum Parkplatz müssen wir den Schotterweg mit unserem vollgepackten Gepäckwägelchen passieren. Alle Nummernschilder werden abgesucht, bis wir vor einem großen, blauen, neuen Kombi stehen. „COOOL, der hat sich geirrt… na egal!! den nehmen wir.“

Hier passt komischerweise unser Reisegepäck ein bisschen besser in den Kofferraum und wir sitzen auch etwas befreiter, als in meinem Fiesta.
Jetzt Klimaanlage an und los Richtung Stockholm, mal gucken, ob wir das finden. :)

 

groß, geräumig, und kleiner Verbrauch... bisher nur 1822 km auf dem Tacho

alles drin und trotzdem geht der Kofferraum ohne Probleme zu

11:00

Auf der Autobahn fällt mir auf, dass nach 100 km ein Viertel des Tankes schon leer ist *SCHOCK* und das bei dieser Fahrweise. Hier fährt man entweder konstant 70, 90 oder 110 und jeder hält sich genau dran (konstant bedeutet wenigstens für 50 km oder so). Das heißt, sieht man jemanden auf der linken Spur, kommt der nicht etwa mit einem Affenzahn vorbeigerauscht, sondern macht einen langsamen Überholvorgang (vielleicht mit 5 km/h mehr).

13:40

Wir haben einen Parkplatz in Södermalm, einem Stadtteil von Stockholm nahe der City, gefunden, wo das Parken noch relativ günstig ist. Doch bevor, wir das Auto alleine lassen können, muss erst mal Kleingeld her.

(Tamara)
Steffi und ich ziehen los, um einen 50 Krone-Schein in Münzen zu tauschen. Zuerst versuchen wir es in einem Foto-Geschäft „Hej, can you change this into coins, please?“ „No, sorry!“
„Komisch, anscheinend muss man seine Fotos in Stockholm nicht bezahlen.“
Dann probieren wir es in einer Pizzeria. Hier kennt man das Wort coins nicht, denn der hilfsbereite, junge Mann will uns kleinere Scheine statt Münzen geben. Wir schaffen es aber dennoch, ihn dazu zu bringen, uns die gewünschten Münzen zu geben. Und zwar 5 kleine unscheinbar wirkende Geldstücke „Will der uns übers Ohr hauen?! Oh, das sind ja wirklich 50 Kronen!!“
Mit den nun vorhandenen Münzen machen wir uns auf zum Parkomat, wo wir ein Ticket ziehen, dass wir zu Silvia und dem Auto bringen.

Nachdem wir uns noch 3-mal davon überzeugt haben, dass der Wagen wirklich nicht im Park- bzw. Halteverbot steht, machen wir noch einige Fotos, um die Stelle auch im Notfall wieder zu finden. „Auf in die Stadt!!“ schreie ich voller Freude. Nachdem wir noch rechtzeitig selber festgestellt haben, dass wir bei Installateuren keine Informationen, bzw. Straßenkarten erhalten, benutzen wir eben unsere eigenen Karten. Wir haben ja nicht umsonst Reiseführer gekauft.

(Steffi)
Also rennen wir voller Elan los und hoffen, dass uns die Müdigkeit, der vergangenen Reise schnell aus den Knochen weicht. Weil hier alles recht übersichtlich ist, kommen wir schnell am Hafen an und bewundern die hübschen Schiffe am Kai. *seufz* „Äääähööäm! Ich bin voll kaputt!“ Glücklicherweise, sind auch die anderen beiden nicht mehr zu riesig langen Wanderungen fähig und wir entschließen uns kurzfristig eine kleine Bootstour zu unternehmen, schließlich ist Stockholm ja das Venedig des Nordens.
Um einen Ablegeplatz zu finden, bleibt uns also nichts anderes übrig, als irgendwen zu fragen. Silvia quatscht also direkt einen Straßenverkäufer an, der seltsamerweise auf gebrochenem deutsch den Weg erklärt „Geh mal 10 Minuten spazieren. In diiiee Richtung *zeigt am Pier entlang*“
Da der Elan nun doch erschöpft ist, schleppen wir uns den genannten Weg entlang und finden dann nach einiger Zeit endlich, was wir gesucht haben *freu*.
Ohne großartig nachzudenken, bezahlen wir doch glatt jeder 100 Kronen für eine einstündige Rundfahrt mit dem Thema „Anno 1935“ (na Hauptsache sitzen).
So schön die Reise auch ist, die Müdigkeit, das Geschaukel des Bötchens, das monotone Motorengeräusch und das Gebrabbel der Reiseführerin lässt uns alle drei fast einnicken, wobei jeder seinen Gedanken nachhängt und der armen Dame keine Aufmerksamkeit schenkt.

Nach dieser Erfahrung beschließen wir noch ein bisschen durch die Innenstadt zu laufen, um wenigstens etwas von der Hauptstadt Schwedens gesehen zu haben. Dabei merken wir uns einige interessante Geschäfte, für nächste Woche Montag (unser Abreisetag, an dem wir uns erneut in Stockholm aufhalten werden).

Von Hunger geplagt treibe ich die anderen Beiden dazu mal etwas essen zu gehen. Nachdem wir uns bei vielen schwedischen Restaurants auf Grund der Preisliste gegen sie entschieden haben, sind wir schlussendlich doch in einem schottischen Feinkostrestaurant (McDonalds) gelandet.
Das Essen schmeckt dort, wie zu Hause, allerdings ist es ketchuplastiger, da es ihn dort kostenlos gibt.
Nicht kostenlos ist dort die Verrichtung eines dringenden Bedürfnisses. Ganze 5 Kronen, also ca. 50 Cent, muss man bezahlen, wenn man die Türe zur nicht gerade sauber zu bezeichnenden Toilette verschließen möchte. Aber wir als arme Studenten haben natürlich clevere Ideen. Zwei schieben Wache und halten andere wibbelnde Gäste davon ab, die kurzzeitige Ruhe des stillen Örtchens zu stören.

Auf dem Rückweg zum Auto, machten wir einen Zwischenhalt bei einem Coop Konsum (einem Supermarkt), um uns mit Getränken für die lange Fahrt und Frühstücksartikeln einzudecken.

 

hier haben wir geparkt, hoffen wir, dass das Auto noch da ist, wenn wir zurückkommen...

der Blick auf den Hafen von Stockholm

"Wow, schau Dir das an, ich kann das Gelände fast wegschieben."

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön...

endlich sitzen und die Aussicht ist auch klasse

"Hey, knips nicht, sondern hör der Frau lieber zu!"

eine der Einkaufsstraßen Stockholms

17:00
(Silvia)

Nun heißt es raus aus Stockholm und auf Richtung Jagdhütte. Doch um einen Ausweg aus Stockholm zu finden, bedarf es einigen Suchens nach der Auffahrt für die Autobahn. Nach ein oder zwei Ehrenrunden durch die City, mitten in der Rush Hour (ein Verkehrsaufkommen wie in Köln sonntags um 10 Uhr früh), schaffen wir es die Autobahn zu erreichen.
Wegen des horrenden Verbrauchs unseres fahrbaren Untersatzes, steuern wir, nachdem wir die nähere Umgebung von Stockholm verlassen haben, erstmal eine Tankstelle an. Dort stellen wir fest, dass wir für die bisher zurückgelegten 120km nur 6 Liter tanken müssen. Verwirrt schauen wir uns den Bordcomputer etwas genauer an und erkennen, dass es nicht 12 l auf 100km sind, sondern 12 km pro Liter :) *freu* „Mensch, was haben wir für ein sparsames Auto…

Die nächsten 200km fährt uns Tamara Richtung Los, während ich noch einige Fotos knipse und Steffi begeistert mitfährt. Beim Fahrerwechsel, mitten in der Pampa, die hier nicht schwer zu finden ist (500m weiter wäre ein Rastplatz gewesen), trinken wir etwas und machen noch mehr Fotos ;)

"Da schau, da ist der Rastplatz und wir stehen in der Pampa".


Nach gut 180km finden wir auf Anhieb Bernds Hütten und lassen uns erst mal richtig von Mücken verfolgen.

Einer Inspektion der Jagdhütte folgt die Besichtigung der Scheune, des Bunkers und des Haupthauses.
Alle nötigen, lebenswichtigen Anlagen werden eingeschaltet und unsere Mückenparanoia steigt bis aufs Äußerste. Nebenbei haben wir auch noch Visionen von grinsenden Wölfen die über Terrasse reinkommen (ständiges Wolfsgeheul aus geringer Entfernung).

Nach dem Duschen und Begutachten der 265 Fotos gehen wir endlich schlafen (es ist doch glatt schon 1 Uhr).

Tamara und ich dürfen sogar unter dem Moskitonetz schlafen.

"Hallo Deutschland, wir sind da!"

"Hier sind wir sicher vor den Blutsaugern!"

 

 

es ist warm und wir verbrauchen auch nicht viel Sprit *freu*

"festis... es schmeckt so schlecht und künstlich wie es aussieht"

500 Meter weiter, hinter der Eisenbahn

"Schaut her, ich hab ein Schwimmbad gefunden!"

Die Jagdhütte

Das Haupthaus

Ein Blick in den Bunker
Hier ist es kalt, dunkel und hier gibt's auch Spinnen

 
Ägypten