Letzte Aktualisierung

21.10.2007

Tag 7
   
Kurztrip

"Nichts sehen, nichts hören,
nichts sprechen"

24.08.2004

7:00 Uhr:
*der Wecker klingelt* *gähn* unser erster Tag mit dem Shinkansen… das fängt ja gut an. Wie kann man nur so früh aufstehen…

Dies bedarf erst einmal einer heißen Dusche zum aufwachen. Ich lasse Tamara alleine im Zimmer, damit sie sich schon Mal anziehen kann und gehe runter ins Bad. Mir fällt zwar auf, dass die Waschmaschine läuft, aber ich denke mir nichts dabei und gehe ganz normal unter die Dusche. Erst jetzt merke ich, dass das Wasser nicht warm wird und auf Grund des Zeitdrucks, muss ich heute wohl eine Schocktherapie machen und mit einer kalten Dusche wach werden…

7:15:
Frisch, Fromm, fröhlich und frei (was bleibt einem nach solch einer Dusche auch schon übrig) frühstücken wir gemütlich und packen unsere sieben Sachen, die wir für unsere Fahrt nach Nikko brauchen.

7:45 Uhr:
Manfred packt uns ins Auto und düst mit uns zur Shinkansenstation in Shin-Yokohama. Der Berufsverkehr stört uns nicht, da Manfred den ein oder anderen Schleichweg kennt, den ansonsten, im Gegensatz zu der Hauptstrasse, nur wenige Leute befahren.

So kommt es, dass wir doch viel zu früh ankommen und wir Zeit haben, bis der Zug abfährt. Um uns zu zeigen, wo der Zug nachher hält, kauft sich Manfred noch eine Bahnsteigkarte, mit der er auch durch die Fahrkartenkontrolle kommt und uns verabschieden kann…

8:23 Uhr:
Wir kommen in „Tokyo“, dem Hauptbahnhof an und laufen schnell zum nächsten Bahnsteig, wo uns der Tohoka Shinkansen nach „Utsunomia“ bereits erwartet. Wir ergattern uns gute Plätze am Fenster und fahren gemütlich in Richtung Nikko.


Die Tempelstadt Nikko...
 

... voller Tempel...
10 Uhr:
Wir kommen im Bahnhof in Utsunomia an und suchen uns den Bahnsteig der JR-Linie nach Nikko.
Wir haben Glück, der Zug ist schon da, also spurten wir rein und suchen uns einen Platz auf einer freien langen Bank.

Kurz darauf erscheint ein alter Japaner und brabbelt uns was von „Amelica? Amelica?“ vor. Wir schütteln die Köpfe… „Germany!“… „Oh, Amelica!“…
Begeistert davon, dass er so große Frauen trifft, fordert er sogleich Tamara auf, sich hinzustellen. Ohne zu fragen, und nett, wie sie ist, tut sie das natürlich auch. Ich kann mich fast nicht mehr halten vor lachen, als ich sehe, dass der Alte, ihr fast einen Kuss aufdrückt.
Als die zwei fertig sind ;-) (er hat sie nicht wirklich berührt), fordert er auch mich auf mich neben ihn zu stellen, wobei ich
mich erst weigere und erst aufstehe, als Tamara mir droht, mir die Freundschaft zu kündigen, wenn ich das nicht tue. Also tue ich ihr den Gefallen und zeige dem kleinen, alten Japaner , dass ich größer bin als er, was bei einer Körpergröße von 1,50m zu 1,79m nicht schwierig ist.

Die ganze Fahrt über, schaut Tamara dann nur noch mich an. Finde ich nett von ihr, doch dem Japaner ein wenig unfair gegenüber. Er ist weiterhin so aufdringlich wie auch am Anfang und misst, nach einigen Aufmerksamkeitsstupsern an Tamaras Arm, auch noch ihre Hand ab. Auch meine möchte er haben, aber ich tue clevererweise so, als wäre ich am schlafen.
Nach ca. 10 Minuten, fällt ihm dann auf, dass ich meine Beine überkreuzt habe und er so, meinen Schuh betrachten kann. Ich bin mir nicht sicher, ob er jetzt auch meinen Fuß messen will, ich bestätige ihm bei den Worten „Schuoa!“ nur, dass ich tatsächlich Schuhe trage.

11Uhr:
Wir kommen endlich am Bahnhof von Nikko an und verlassen so schnell wie möglich, den Zug des Grauens, wie wir ihn seit dem heutigen Tag nennen.
Glücklicherweise läuft uns der Alte nicht hinterher, so dass wir gemütlich die Strasse zur Tempelanlage hinaufgehen können.

11:45 Uhr
Nun sind wir in der Tempelstadt und bewundern die wunderschönen buddhistischen Tempel.
Wie alle anderen auch, waschen wir uns an den Brunnen und ziehen natürlich auch die Schuhe dort aus, wo es verlangt wird.

12:30 Uhr
Wir sind nun vor der beeindruckenden Pagode vor dem Toshugo-Schrein und ich möchte gerade Fotos machen, da wird Tamara von einer Japanerin angesprochen: „Hi, how are you?“ schreckensbleich sagt sie „Fine?!“ – „May, I take a photo of you?“ Verwirrt schaut sich Tamara um, grinst, sagt ja und möchte nach der Kamera der Dame greifen. Jedoch gibt diese Tamara ihr Kind an die Hand und sagt „Down please…“ (Das Kind war vielleicht 2 oder 3 Jahre alt). *knips* und Tamara ist eine Attraktion *grinz*. Sie bekommt sogar ein kleines Geschenk dafür.
Doch ich habe mich zu früh gefreut, auch ich soll dem Kind wohl Glück bringen und muss mich knipsen lassen. Na was soll’s, wird mir schon nicht die Indianische Seele stehlen. Auch ich bekomme ein Geschenk und als ich mich mit meinem besten japanisch bedanke: „Domo Arigato“, guckt das Kind doch recht erstaunt, dass Riesinnen ihre Sprache sprechen.

14 uhr:
Nachdem wir auch den Tempel des schreienden Drachen und irgendeinen Tempel zu dem seeehr viele Stufen führen gesehen haben, machen wir uns zurück auf den Weg nach Nikko, bzw. dem Bahnhof.

 


...der Entstehungsort der drei berühmten Affen...


... dem Ort, an dem Riesinnen zu finden sind...


..wo es viele Treppen gibt...

... und viele Säulen...


...und natürlich auch Tempel...


...viele Tempel...


Hier muss man nicht über 7 Brücken gehen...

 

 


...und sehr viele Treppen.


Man muss sich auch hier vor den Tempeln reinigen

15 Uhr:
Die Souvenirs im Gepäck geht’s wieder auf Richtung Tokio…

16:30 Uhr
Da es noch etwas zu früh ist, nach Hause zu fahren, kommen wir auf die glorreiche Idee, das Hard Rock Cafe zu suchen.
Also steigen eine Station früher in „Ueno“ aus.
Das Glück scheint mit uns zu sein, da nach einigen Anläufen jemand an einem Informationsschalter wusste, dass sich das besagte Cafe in genau diesem Bahnhof befindet.
Also rein und T-Shirts gucken.
Leider steht neben „Tokio“ auch noch „Ueno ezu“ drauf, was ja irgendwie stört. Wir fragen den Verkäufer nach dem echten Hardrock Cafe und er schickt uns nach „Ropongi“. Die Fahrt dorthin dauert eine dreiviertelstunde. Aber wer Zeit hat, dem ist das ja egal… ausserdem haben wir ja unseren Railpass.

19:30 Uhr
Die super T-Shirts im Gepäck *freu* (endlich ein Beweis für unseren Aufenthalt), fahren wir wieder Heim, nach Yokohama.

20:30 Uhr
Nach einem leckeren Abendessen, holen wir noch Mails und schauen ein bischen Fern... der nächste Tag kann kommen


 

Das Hardrockcafé in Tokio
 
 
 
Ägypten