Letzte Aktualisierung

21.10.2007

Tag 5
   
Kurztrip

 

"Tokio...
die Stadt voller Gegensätze"

22.08.2004

Der Meiji - Schrein ... mitten in Tokio

9 Uhr:
Nach einem erlebnisreichen Tag schlafen wir heute erst mal aus und gehen erst etwas später, also jetzt frühstücken :-)

10 Uhr:
Heute haben wir uns vorgenommen, Tokio ein wenig unsicher zu machen und Manfred gibt uns ein paar Tipps für einen guten Einstieg ins Tokioter Leben.
Er zeigt uns auf der Karte, welche U-Bahnen und Straßenbahnen man am besten nehmen kann, um an die verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu gelangen, die man auf jeden Fall gesehen haben muss. Da heute Sonntag ist, sind sogar die Chuo-Dori und die Shinjuku-Dori, zwei Hauptgeschäftsstrassen, Fußgängerzone und für den Autoverkehr gesperrt.

Gut informiert und frohen Mutes machen wir uns auf den Weg.
Zunächst versuchen wir nun erneut ein Mehrfahrtenticket im Bus zu kaufen und diesmal versteht der Busfahrer sogar, was wir von ihm wollen. So langsam kriegen wir Übung darin, Japanern klar zu machen, was wir wollen *grinz*. Man sollte sich dabei übrigens nicht wirklich auf Englisch verlassen, sondern auch mit Händen und Füßen verständigen.

11 Uhr:
In Shibuya, der Endhaltestelle der Toyoko Line (die Linie, die an der uns nächstgelegenen U-Bahnlinie hält), versuchen wir nun den Leuten am Ticketschalter zu erklären, dass unser Reiseführer sagt, es gäbe ein Tagesticket, mit dem alle Bahnlinien innerhalb Tokyos befahren werden dürfen. Anscheinend sind wir schon so gut in unseren Kommunikationsversuchen, dass wir ziemlich bald auch dieses, nicht gerade günstige, Ticket in der Tasche haben.

11:30 Uhr
Unser erster Stopp führt uns zum Meiji-Schrein, unserem ersten buddhistischen Gebäude.
Dieses ist in einem ruhigen (die Grillen zirpen lauter, als das Technogedudel in der Einkaufsstrasse 200 Meter weiter) Wald gelegen, der, wie Manfred uns morgens erklärt hat, extra für den Schrein angelegt wurde. Hier sehen wir nun auch die typisch japanischen Tore und auch Geishas, die sich hier den Touristen als Fotomotiv zur Verfügung stellen.
Am Schrein angekommen, wird nun die rituelle Waschung vorgenommen. Zunächst wird mit einer Schöpfkelle Wasser aus der Quelle entnommen und damit die Hände gereinigt. Danach entnimmt man neues Wasser und trinkt dieses (oder spült wenigstens den Mund aus), ohne die Kelle mit dem Mund zu berühren.
Schlussendlich sind Körper und Geist gereinigt und man darf den Schrein durch das Tor hindurch betreten.
Auch hier gibt es Regeln, die beachtet werden mögen:
Möchte man sich etwas wünschen, verbeugt man sich zweimal in Richtung Schreinmitte, klatscht zweimal in die Hände und verbeugt sich erneut.
Es gibt auch die Sitte, einen Wunsch auf ein Holztäfelchen zu schreiben und es dann an eine Wand zusammen mit den Wünschen anderer Besucher aufzuhängen.


die modernen Geishas von Tokio


das Zugangsportal zum Wald des Meiji-Schreins


die traditionelle Reinigung

12:30 Uhr:
Nun geht die Reise weiter zur Haltestelle „Tokyo“, dem Hauptbahnhof der Metropole. Von hier aus, ist es nur ein kleiner Katzensprung zum Kaiserpalast, den ein echter Japantourist natürlich wenigstens versucht haben muss zu sehen.
Trotz des nur kleinen Katzensprungs, ist es zunächst schwierig sich zu orientieren, denn bereits hier sind die Häuser so hoch, dass man nicht wirklich weit schauen kann. Wären wir jetzt in einem anderen Land, könnten wir uns wenigstens nach den Strassenschildern richten, aber hier geht, dies ja auf Grund der fehlenden Beschilderung nicht. Was bleibt uns also anderes übrig, als uns an einen anderen Tourist zu klemmen, von dem wir glauben, daß dieser auch zum Kaiserpalast will.
Wie schon so oft in diesem Land, haben wir wieder einmal Glück und wir haben den Richtigen verfolgt, natürlich völlig unauffällig... ;-)
Hier sind nun auch die ersten Anzeichen für die vorhergesagte Fußgängerzone zu erkennen, da die große vierspurige Strasse vor dem Palast von fahrradfahrenden Kindern und ihren Eltern belagert wird.
Hier scheint auch ein Ort zu sein, an dem die verschiedensten Leute Tokios ihre Ruhe suchen und anscheinend auch finden.
Wir betrachten uns den Platz, um den Kaiserpalast und beschliessen nach einer kleinen Trinkpause an einem der Trinkbrunnen unsere Reise fortzusetzen.

„Dann lass uns mal das TV-Tokio angucken… auf in die FuZo!“


Wo man auch hinschaut... Touristen...


Menschen in Tokio...


...wenn es keine Tauben gibt, genügen auch Krähen...


...der Ausblick vor dem Kaiserpalast

13:30 Uhr
Manchmal dauert es eben etwas länger, die Richtige U-Bahnstation zu finden. Um hier nach Ginza zu gelangen, mussten wir erst einmal 650m (nach Schildinformation) durch unterirdische Gänge laufen. Im Nachhinein ist uns aufgefallen, dass es wohl kürzer gewesen wäre, direkt zu der Station, an der wir aussteigen wollen, zu laufen, aber man lernt ja immer wieder dazu.

Kaum aus dem U-Bahnhof heraus gekommen, sehen wir schon Massen an Menschen, riesige Wolkenkratzer und viele Werbelichter.
Der erste Anblick ist überwältigend.
Ohne es zu merken stehen wir an einer Fußgängerampel, bei der die Zebrastreifen Kreuz und Quer über die Strasse laufen… hier haben die Fußgänger ihre eigene Grünphase. Diese brauchen sie aber auch, da es so viele Menschen sind, die hier die Straßenseiten wechseln möchten, dass es anders wohl das reinste Chaos gäbe.

15:30 Uhr
Die ersten Eindrücke verarbeitet, sind wir nun in der nächsten riesigen Einkaufsstrasse, die heute für den Verkehr gesperrt ist. Auch hier sieht man das Tokio, wie man es sich vorstellt und wie es einem die Medien zeigen.


Tokio - Innenstadt...


...Menschen, Lichter, Wolkenkratzer...


..hier tobt das Leben...

19 Uhr
Nach einem Anruf vom Bahnhof aus, werden wir an der Bushaltestelle bereits von Tomoko erwartet. Sie bringt uns nach Hause, damit wir uns die Fahrt mit dem Bus sparen können.
Auf dem weg dorthin, fragt sie uns, wie fit wir denn noch sind, da sie gerne mit uns Essen gehen würden.

Wir sind noch fit und freuen uns schon, auf die nächste Überraschung, die Japan für uns bereit hält.

21 Uhr:
Siggi, Tomoko, Manfred und wir zwei sind am Restaurant angekommen und werden prompt mit japanischer Freundlichkeit empfangen und an einen Tisch geführt.
Dort erhält jeder eine Karte, auf der die tollsten Snacks zu sehen sind. Da weder Tamara noch ich (Silvia) eine genaue Vorstellung von den ganzen Speisen haben, bestellen Tomoko und Manfred eine ganze Auswahl an Gerichten, die dann alle gemeinsam probieren können.
Bis auf die Krabben, die einen noch kurz vor dem verspeisen anschauen, ist alles recht lecker. (Obwohl auch die Krabben eigentlich gut schmecken, wenn man den Kopf abschaltet…also nicht darüber nachdenkt, was man nun wirklich gerade im Mund zerkaut).
Es ist ein kulinarisches Erlebnis, welches einem die breit gefächtern Möglichkeiten eines japanischen Mahls eröffnet.
Das Sushi, sieht hier zwar genauso aus, wie zu Hause, schmeckt aber viel besser und nicht so intensiv. Zu erwähnen sind auch noch die Fischspäne, auf einigen Speisen, die uns einen skeptischen Blick schweifen lassen. Diese Späne sind derart fein gehobelt, dass sie sich durch die Hitze bewegen und auf dem Essen wie lebend herumwuseln.

22 Uhr:
Gesättigt und zufrieden checken wir nun noch unsere Mails und arrangieren das Treffen mit Takashi, Tamaras Mailfriend.


...so läßt es sich leben ...


...auch wenn das ein oder andere skeptisch betrachtet werden muss...


...die edlen Spender... DANKE!!..

Ägypten