Letzte Aktualisierung

21.10.2007

Tag 15
   
Kurztrip

"Der Duft der Erde"

01.09.2004

7:10 Uhr: *ich wache auf*
„Komisch“, denke ich mir, „eigentlich muss doch der Wecker längst geklingelt haben…“. Ich drehe mich um und merke, dass Tamara auch bereits wach ist. Nach der Begrüßung gehe ich dieser Weckersache auf den Grund… ist ja klar… ich habe vergessen ihn einzuschalten, dann kann da ja nichts funktionieren.

7:30 Uhr:
Wir frühstücken gemütlich und machen uns fertig für die Tour nach Hakone, der kochenden brodelnden Stadt…

8 Uhr:
Alle sind fertig und wir fahren los… Manfred, Tomoko, Tamara und ich. Auf dem Weg, erzählt Manfred immer wieder etwas über die Gebäude oder Stadtteile an denen wir vorbei fahren. Ist echt toll, einen Einheimischen dabei zu haben, der einem die Kultur etwas näher bringt :-)

8:45 Uhr:
Unser Weg führt uns hoch auf einen Kraterrand, von dem aus man für gewöhnlich eine sehr schöne Aussicht hat. Wir haben zwar Aussicht, aber das Interessanteste, was wir hier sehen wollten… den Fujisan… der hat sich hinter Wolken versteckt und zeigt sich nicht :-(


Der Berg schickt seinen Duft in die Welt

Die Farbe der Steine zeigt den Schwefelgehalt
10:20 Uhr:
Nicht nur das Bild der brodelnden Berge, sondern auch der Geruch zeigen, dass wir unser Ziel erreicht haben.
Wir machen uns an den Aufstieg. Hier brodelt und dampft es an jeder Ecke. Die Bäche an Wasser, die unter den Wegbrücken entlang fließen, sind milchig vom Schwefel und dampfen vor Hitze.
Das nenne ich eine Hexenküche.
Nur der Geruch der Schwefelbäder ist sehr unangenehm. Man könnte meinen, jemand würde faule Eier kochen *sich die Nase zu hält*. Hier und da entdeckt man auch Schilder, die beschreiben, ab wann man eine zu hohe Konzentration dieser „giftigen“ Gase eingeatmet hat… Wie schön, dass das alles so ungefährlich ist ;-)
Auf dem Weg befindet sich auch eine kleine Hütte, in der man Souvenirs kaufen kann… das Highlight hier sind allerdings in solch einem Schwefelbad gekochte Eier.
Tomoko überredet uns, doch mal eins zu probieren…
„Die Schmecken wie Ostereier!“, sagt Manfred.
Na schön, bei dem, was wir bisher alles schon probiert haben, kommt es auf ein schwarzes Ei auch nicht mehr an.
Und tatsächlich… es schmeckt ganz anders als ein Osterei… es schmeckt irgendwie … schwefelig und es sieht auch nicht wirklich von innen gesund aus. Die leicht gelbliche Färbung des Eiweißes verrät schon, wo dieses Ei gelegen hat.


auch im Wasser sind eindeutige Spuren zu sehen

Lecker!!
"Hmmm, ein Schwefelei... Lecker!"

11:00 Uhr:
Ein kleiner Stopp am See von Hakone, zeigt uns die Vielfalt an feinverzierten Holzprodukten, die hier hergestellt werden.
Unsere Tour führt und weiter über die „Skyline“. Hier hat man einen überwältigenden Ausblick über das Tal, welches sich unter einem erstreckt.

11:20 Uhr:
Natürlich darf auch auf einer solchen Tour, die Kultur nicht fehlen. So halten wir auch noch an dem Hakone-Schrein an und erfahren noch einiges über die Bedeutung der Füchse für die Reisbauern in früheren Tagen. Auch ist es mal interessant zu erfahren, was auf diesen Wunschtäfelchen steht. Heute haben wir ja sogar Einheimische dabei, die uns dies vorlesen können.


Fast ein Mammutbaum... RIESENgroß


Der Hakone Tempel


vor dem Tempel eines Fuchses?! Ähm... oder so ähnlich


"Cheeese!"

12 Uhr
Wer früh aufsteht und früh losfährt, hat früh gefrühstückt und auch früh wieder Hunger. Unser nächster Stopp ist also in Moto-Hakone, einem Touristenort, den ein gewisser Deutscher namens Schmidt aufgebaut hat.
Wir suchen uns ein kleines gemütliches Restaurant und probieren die Spezialität dieses Ortes… kleine Fische aus dem See gleich nebenan. Diese haben zwar auch Augen, aber da die kleinen Biester einpaniert sind, kann man dies geflissentlich übersehen.


Hmmm... gleich gibt's endlich Essen

13 Uhr
Nun fahren wir Richtung Meer. Auf dem Weg dorthin kommen wir an der „Startrampe“ für Paraglider und Hängeglider vorbei. Wir beobachten diese Könige der Lüfte eine Weile und geniessen auch hier die einmalige Aussicht.

14 Uhr
Nun sind wir wieder fast auf Meereshöhe und haben auch einen kostenlosen Parkplatz am Waldesrand entdeckt. Nun geht’s ab in die Wildnis einen kleinen Trampelpfad entlang. Nach einigen Minuten Marsch hören wir nun auch das Meer rauschen und kurz darauf können wir es auch sehen. Wir sind an einer Steilklippe angekommen und der Anblick ist atemberaubend schön.
Wir wandern noch ein wenig weiter den Pfad entlang und finden immer wieder schöne Aussichtsorte.

Steilklippen
Steilklippen...


...und Meeresrauschen


...Wald...

Dschungeljanes
Uns kann im Dschungel nichts erschüttern

14:30 Uhr
Wir sitzen gerade wieder an einem dieser Plätze an der Steilklippe, von denen man aus das Meer betrachten kann und Manfred hält es für besser, nun wieder umzukehren. Er geht schon mit Tomoko vor.

Wie am Tage zuvor, kann man bei Meeresrauschen den Kopf abschalten und einfach nur der Kraft der Wellen zuhören, wie sie sich langsam einen Weg aufs Land bahnen.
Nach ca. 10 Minuten halten wir es dann so langsam für Vorsprung genug und machen uns auch wieder auf in den Dschungel, wo wir auch relativ schnell die anderen beiden wieder eingeholt haben.

15:30 Uhr
Wo wir eben an einem völlig verlassenen Ort waren, an dem einem niemand begegnet, so sind wir nun an einer Touristenattraktion angelangt. Eine Hängebrücke über die Steilklippen. Auch dies ist ein einmaliger Anblick und bedarf natürlich des ein oder anderen Fotos ;-)


Der Blick von der Hängebrücke

Tamara verschwindet
"Jetzt verstecke ich mich!"


Klettertour über die Klippen zum Meer


Schönes Wetter


und viel Wind

16 Uhr
Nun ist es langsam Zeit sich wieder auf den Heimweg zu machen.
Wir machen zwischendurch noch einen kleinen Stopp in „Denny’s“ einem amerikanischen Restaurant und machen dort Kaffeetrinken (mit Lasagne, Eis und Kuchen).
Der Rest der Heimfahrt ist weniger erwähnenswert…

19 Uhr
Wir sind wieder zu Hause angekommen und vollziehen unsere allabendlichen Rituale. Vom Emails abholen über Abendessen und Fernsehen, bis hin ins Bettchen gehen natürlich.

 
Ägypten