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21.10.2007

Tag 13
   
Kurztrip

"Das künstliche Erdbeben"

30.08.2004


7:30 Uhr:
*ich wache auf*

Seltsam, ohne Wecker werde ich so früh wach. Dabei wollte ich doch ausschlafen. Na schön, dann schreibe ich halt schon mal den Tagebucheintrag von gestern, schließlich ist es hier oben ja gemütlich.

8:30 Uhr:
Nach dem Duschen gehe ich zum Frühstücken. Manfred sitzt bereits am Tisch und Tamara kommt auch gerade rein. Na das nenne ich Timing.
Er fragt uns, was wir denn so vorhaben und wir erzählen ihm von dem Erdbeben-Präventions-Center in Yokohama. Außerdem wollen wir ja auch noch den Alk kaufen und natürlich das Hard Rock Cafe Shirt holen.

9:30 Uhr:
Manfred hat beschlossen mitzukommen, da er nicht so viel Arbeit hat. Also düsen wir nun zu viert, Tomoko bringt uns zum Bahnhof, los Richtung Yokohama.

10 Uhr:
Unser erster Stopp gilt dem Präventionscenter. Dort angekommen wird uns klar, dass dies hier nicht wirklich für Erwachsene gedacht ist, aber da uns hier ja keiner kennt, machen wir uns den Spaß und probieren alles aus.
Zunächst kann man (natürlich in dem man Knöpfchen drückt) sehen, welche Gebäudebauweise am Besten ist, um einem Erdbeben Stand zu halten. Man kann hier auch beobachten, wie ein Minitornado entsteht, oder eine Überschwemmung zu Erdrutschen führt.
Dann kommen wir zum richtig interessanten Teil: der „Erdbebenkammer“.
Hier kann simuliert werden, wie sich das Erdbeben von 1923 in Kanto angefühlt hat. Die Richterskala zeigte damals ca. 8,4 an.
Tamara und ich stellen uns in diesen kleinen Raum, an dessen Wänden Möbel und Einrichtungsgegenstände aus Schaumstoff simuliert sind. Nun beginnt die Erde an zu beben. Trotz der Vorwarnung, dass wir wahrscheinlich von den Füssen gerissen werden, bleiben wir beide stehen wie Bäume, räumen sogar zwischendurch auf ;-)
Spaß hin, Spaß her, es hat aber deutlich gezeigt, dass es schon sehr sehr unheimlich wäre, wenn die Erde so stark beben würde, ohne dass man in dieser Simulationskammer steckt.

Weiter geht es nun in den Rauchsimulationsraum. Hier soll gezeigt werden, dass man am besten am Boden kriecht, wenn alles voller Qualm ist, da dort logischerweise der Sauerstoff bleibt.
Tamara und ich sollen nun durch ein Labyrinth aus Türen und Gängen kriechen und maximal 10 cm über dem Boden bleiben. Wir robben also durch die Räume und finden schließlich auch den Ausgang. Der erste Blick auf die Hände zeigt… Wow, dass ist hier ja saudreckig… der zweite Blick auf die Hose bestätigt dies im nu und auch die Schuhe sind nicht wirklich sauber geblieben. Ein wenig skeptisch schauen wir die Führerinnen an und fragen nach einer Möglichkeit uns wenigstens die Arme zu säubern. Ich frage mich, ob die da drinnen nie wischen, oder ob wir vielleicht gar nicht kriechen sollten… *grübel*.


so möchte ich mein Haus nicht bauen


So auch nicht, bei mir würde die Lampe höher hängen


aber der Boden ist bequem

Nächster Stopp die „Dunkelkammer“ Hier ist es stockduster und man muss versuchen eine Türe zu finden… die Türe die aufgeht sollte man dazu erwähnen. Diesmal hält es auch Manfred nicht mehr draußen und er kommt mit rein :-) Die Türe wird hinter uns geschlossen und wir tasten uns blind durch den Raum. Relativ schnell finden wir aber den Ausgang und freuen uns, dass es wieder hell ist…

Zum guten Schluss bekommt noch jeder von uns einen Schlüsselanhänger mit Notlampe und Notpfeife, falls man mal verschüttet wird.

11 Uhr:
Nach dem Abenteuer im Erdbebencenter gehen wir nun Richtung Bahnhof, um zum Queenssquare zu fahren. Dort befindet sich das Hard Rock Cafe, in dem wir uns natürlich gleich unsere Beweisshirts kaufen. Wir schauen uns hier noch ein bisschen um und fahren das erste Mal, die „runde Rolltreppe“.

12 Uhr:
Da es bald… Mittagessenszeit ist, marschieren wir los, Richtung China Town (noch ein ganzes Stück entfernt), da es dort immer eine günstige Gelegenheit zum Essen gibt.

14 Uhr:
Nach einem langen Fußmarsch und der Suche nach etwas kühlem, erfrischendem zu trinken, haben wir nun endlich den Laden in der HongKongRoad gefunden, in dem wir nun einkehren. Zu unserer Verwunderung schmeckt das chinesische Essen, wie bei uns zu Hause, was wieder mal beweist, dass unsere Chinesen sehr gut sind.

15 Uhr
Manfred verlässt uns nun, da er wohl doch noch etwas tun muss zu Hause und es auch recht schwül und heiß geworden ist.
Da wir in Yokohama nichts mehr wissen, wo wir noch hin sollen, fahren wir einfach mit Hilfe unseres heute noch gültigen Railpasses nach Tokio, um nun schon unsere Souvenirs zu kaufen.

16 Uhr
In Asakusa decke ich mich mit allem nötigen Krimskrams ein und dann fahren wir weiter nach Ginza. Dort möchte Tamara noch den Reiswein und Reisschnaps kaufen.

Unser Weg führt uns sogleich in das nächstbeste Kaufhaus „Mitsukochi“. Dies betreten wir von der U-Bahnebene aus, direkt in der Lebensmittelabteilung. Hier werden überall kleine Kostproben verteilt, an denen man sich satt essen kann. Am meisten beeindruckt uns jedoch ein Stand, der kleine Eiskonfektpralinchen verteilt. Die sind soooo lecker, dass wir sogar noch ein zweites Mal ganz unauffällig dran vorbeigehen, da die Schokolade so schön auf der Zunge zergeht und endlich mal nicht aus Bohnenmus besteht.

Ein Stückchen weiter entdecken wir auch die Alkoholabteilung. Nach einer kurzen Frage nach „Shochu?“ bekommen wir auch gleich einen Schluck „Sake“. Ich merke, dass das wirklich gut schmeckt und beschließe für zu Hause auch ein Fläschchen mitzunehmen.


beeindruckender Queenssquare


hier gibt es einiges zu sehen


sogar runde Rolltreppen


auf zum Einkaufen

17 Uhr
Jetzt zum guten Schluss des Tages kaufen wir uns noch ein Joghurtsofteis und setzen uns draußen auf ein U-Bahn Mäuerchen von dem aus wir die Strasse beobachten können. Sehr beeindruckend finden wir den mit drei Personen besetzten Streifenwagen der Polizei, der langsam an uns vorbei rollt. Ich kann es mir natürlich nicht verkneifen, sofort ein Foto von den drei behelmten Beamtinnen im Auto zu machen. Die finden dies aber auch ganz lustig und grinsen sogar freundlich in die Kamera.

19 Uhr
Nach unserer letzten Shinkansenfahrt (das geht von Tokyo aus viel schneller als mit der komischen Rappelsbahn) kommen wir zu Hause an. Dort verstauen wir unsere Souvenirs, holen noch die Mails, schauen einen Film „Midnight Run“ und beenden den Tag mit der Beobachtung des Taifuns vor dem Fenster, der die Nacht wohl über Yokohama zieht… (Cooles Schauspiel!! :-)
)


ein leckeres Joghurteis auf den Strassen Tokios


und die Polizei sieht zu

 
Ägypten